ULTRA LOONERS BLOG BY STEVE ★

★ JULI 2020

NON-, SEMI- ODER POPPER?💥

UND WIESO ES NICHT IMMER EINE WAHL IST

EIN KURZER CRASHKURS


DIE POPPER (engl. "pop"/platzen)

Erleben das Spiel mit ihren Ballons meist erst dann als besonders reizvoll, wenn die prall gefüllten Luftballons mit einem lauten Knall das Zeitliche segnen. 

DIE NON-POPPER

Mögen es absolut nicht wenn es knallt (meist steckt hier eine ernsthafte Angst oder gar Phobie dahinter), oder finden ihre mühevoll aufgeblasenen Ballons schlichtweg zu schade zum zerstören.

DIE SEMI-POPPER

Sind eine Mischung aus beidem, und treffen nicht zwangsläufig die Selbe Entscheidung über Tod oder Begnadigung ihrer Luftballons.



VOM NON-POPPER ZUM SEMI-POPPER

Aber fangen wir mal von vorne an. Ich selbst zähle mich heute zu den SEMI-POPPERN, allerdings war das nicht immer so. Ob man es mir glaubt oder nicht, bis vor nur 3 Jahren hätte ich mich eigens als NON-POPPER definiert. Und das auf ziemlich krasse Weise. Was ich getan habe um mir den Status des Gelegenheits-Luftballon-Mörders anzueignen, dazu komme ich später noch.

Wie weiter oben bereits erwähnt, steckt bei den meisten NON-POPPERN eine Angst oder Panik, wenn nicht sogar eine richtige Knall-Phobie dahinter. Oftmals sind einschneidende Erlebnisse in der (frühen) Kindheit dafür verantwortlich. So kann beispielsweise deine eigene Kindergeburtstagsparty, auf welcher ein Ballon vollkommen unerwartet direkt neben deinem Ohr geplatzt ist dafür verantwortlich sein, dass du seither jedes Mal Schweißausbrüche hast, wenn jemand in deiner Nähe einen Luftballon in der Hand hat.

In Folge eines solchen Erlebnisses sind neben Luftballons auch andere laut knallende Dinge oder Situationen wie z.B. der Silvesterabend fortan ein Gräuel für die betroffene Person.
Auch bei mir hat es in jungen Jahren wohl ein ähnliches Erlebnis gegeben, denn ich hatte ebenfalls solch eine Phobie.
Der Fachpsychologe nennt diese Art von Angststörung 

Ligyrophobie (wikipedia.org/Ligyrophobie). 

Bis im Alter von 13 Jahren waren selbst der letzte Abend des Jahres und die umliegenden Tage nachdem der Verkauf von Feuerwerkskörpern begann, alles andere als ein Grund zum feiern für mich. Ich erinnere mich daran den Jahreswechsel stets alleine in jenem dunklen Raum des Hauses verbracht zu haben, der den meisten Schall von außerhalb abgeschirmt hat, während Familie & Freunde draußen auf der Straße das neu angebrochene Jahr gefeiert haben.
Einladungen zu Geburtstagsfeiern von Freunden lehnte ich sofern es mir möglich war, auch lieber ab. Allerdings war das eine Zeit, in der deine Eltern entschieden ob du zu dieser Party gehst oder nicht. War ich dann doch mal auf einer Feier anwesend, hätte ich mich zwischen all den euphorischen Kindern die einen Luftballon nach dem anderen platzen ließen, am liebsten im Boden vergraben. Es bedarf wohl auch keiner weiteren Erklärung darüber, dass Kinder sehr grausam sein können und auch nie verstehen würden wie man sich als betroffener in solchen Situationen fühlt. Hat man den Braten einmal gerochen, so ist absichtliches "aufziehen" Anderer in jungem Alter eine automatische Reaktion von kindlichem Diabolismus.

Ich könnte noch 100 andere Situationen aufzählen, die mir damals beim bloßen Gedanken daran Gänsehaut bescherten, aber zurück zu den Luftballons, von denen ich selbst natürlich nie auch nur einen anfassen, geschweige denn ihn wenigstens ein kleines bisschen aufblasen wollte, aus panischer Angst er könnte mir direkt im Gesicht zerplatzen. Mit zunehmendem Alter merkte ich jedoch, dass ich trotz dieser schrecklichen Angst ein gewisses Maß an Interesse an diesen runden, bunten Dingern hatte, und so begann ich dann auch selbst damit, ab und an mit Luftballons zu spielen. Nur alleine selbstverständlich, denn bei dem Gedanken daran, nicht die Kontrolle über einen Luftballon zu haben, der von jemand anderem aufgeblasen wurde als mir selbst, lief es mir immer noch immer eiskalt den Rücken runter. 

Mit 18 Jahren hatte sich eine ursprünglich beängstigende Sache zur Faszination, und schlussendlich zum Fetisch gewandelt. Dennoch wäre es mir zu dieser Zeit selbst nie in den Sinn gekommen, einen Ballon freiwillig oder mit voller Absicht platzen zu lassen. Relativ schnell merkte ich jedoch, dass sich dieser Umstand auf Dauer nicht mit meinem Willen, die Grenzen des möglichen Füllvolumens eines Luftballons auszutesten, verbinden ließ. Also fing ich an mich innerhalb der Looner-Community mit gleichgesinnten auszutauschen, und nach Methoden zu suchen um die Sache eigenständig anzugehen. Aus der Flut an Ratschlägen war nur wenig zu gebrauchen, im Nachhinein denke ich dass jeder seinen eigenen Weg finden sollte um die Angst zu besiegen, während man sich weniger auf die Erfolgserlebnisse Anderer, die bei einem selbst scheinbar erfolglos bleiben, verlassen sollte.

So gab mir einmal jemand den Tipp, während dem Loonen Alkohol zu trinken, um die Hemmschwelle im Bezug auf die Angst vor einem unerwarteten Knall zu mindern.
Bewusst angewendet habe ich diesen Ratschlag nie, da ich selbst kein Freund davon bin meine Probleme im Alkohol zu ertränken. Dennoch muss ich sagen, dass mir in Situationen in denen ich mich angetrunken mit Ballons beschäftigt habe (z.B. nach einem Abend im Club oder einer Bar) der lockere Umgang mit Ballons doch um Einiges leichter fiel als sonst.

 ⚠️ NOCHMAL DER HINWEIS ⚠️ 

ICH MÖCHTE NIEMANDEN ZUM TRINKEN ANIMIEREN, IN DER HOFFNUNG DASS IHR EURE KNALLANGST DADURCH IN DEN GRIFF BEKOMMT. 

ALKOHOL & ANDERE DROGEN ZU VERWENDEN UM PROBLEME ZU LÖSEN IST NIEMALS EINE GUTE IDEE!



MEIN FAZIT...?🤔

Konfrontation ist der beste Weg um eure Angst zu besiegen. Habt ihr sie einmal überwunden, werdet ihr feststellen dass euch nicht nur das Loonen mehr Spaß macht, sondern ihr auch mit bisher beängstigenden Situationen im Alltag viel besser umgehen könnt. Das Wichtigste? NIEMALS AUFGEBEN!

POPPER LIEBEN DEN KNALL 💥

Wer sich innerhalb der Looner-Community als Popper bezeichnet, dessen Ziel am Ende einer Session ist es meist, alle Luftballons zerstört zu haben.
Hier werden gerne verschiedene Methoden wie z.B. der BLOW TO POP, SIT TO POP oder HUG TO POP angewendet. Aber was genau löst diese Lust auf den laut platzenden Luftballon aus?

Die "...BIS ES KNALLT!" EDITION

ALEX (27) IST POPPER

ICH HABE IHN ZU SEINER LEIDENSCHAFT FÜR'S KNALLEN BEFRAGT:

I. Du bist Popper. Was genau macht dich an dem Knall/Platzen so an?

Created with Sketch.

"Ich liebe den Reiz beim Knall. Die Knallangst ist nach wie vor da, nur habe ich die im Griff. Wenn man nicht weiß wann es knallt und wie laut, das gefällt mir extrem!"

II. Hast du eine Ahnung, wie es zu der Vorliebe kam, bzw. hast du als Kind schon gerne geknallt?

Created with Sketch.

"Ja, das weiß ich noch genau. Es gibt hier bei uns in der Region ein Brauchtum, das heißt "Funkenabbrennen". Da werden riesige Scheiterhaufen geschlichtet und eine "Hexe" auf die Spitze gebunden, die mit Sprengstoff gefüllt ist. Ich war damals 2 oder 3 Jahre alt. Als die Hexe dann explodiert ist, bin ich total erschrocken und das hat mich geprägt. Ich hab immer jeden bewundert, der vor Knallern, Böllern, Ballons und auch Sektflaschen keine Angst hat. In der Schulzeit hab ich dann angefangen, meiner Angst zu entgegnen. Zuerst PIN POPS mit Ohrstöpseln, dann ohne. Irgendwann SIT TO POPS usw. Mittlerweile hab ich die Angstgrenze soweit ausgeweitet, dass ich BLOW TO POPS machen kann."

III. Was ist dein "Favourite Way Of Popping?"

Created with Sketch.

"Grundsätzlich liebe ich alle Arten, jedoch für mich ist die Königsdisziplin immer noch der BLOW TO POP. Der hat mich am meisten Überwindung gekostet, bis ich ihn geschafft habe."

IV. Hast du einen Tipp für Non-Popper, die ihre Angst überwinden, und zum Popper werden wollen?

Created with Sketch.

"Es hilft sehr viel wenn jemand anwesend ist, der sich traut es krachen zu lassen. Jemand, der einen selbst pusht und anfeuert. Vielleicht ist es auch möglich, dass der Lebenspartner das ganze Spiel mit einem Schuss Erotik vermischt. Spätestens hier sollte sich der Verstand dann endgültig verabschieden und die Blockade wegfallen. Es ist natürlich auch möglich, dass sich zwei oder mehrere Looner treffen, die dann zusammen immer weiter gehen, bis das Ziel erreicht ist. Für so ein Vorhaben bin ich auch gerne zu haben!"

WAS AM ENDE WICHTIG IST...

Egal ob man den Knall beim Platzen mag oder nicht, schlussendlich sollte nicht vergessen werden dass ein Fetisch eine Sache ist die dazu da ist, Spaß & Vergnügen zu bereiten. Wenn man sich als Non-Popper wohl fühlt, gibt es keinen Grund einen Wechsel zum Popper zu erzwingen.

HAVE FUN, ENJOY YOUR BALLOONS!


ENDE
JULI 2020 

Ich hoffe der Beitrag hat dir gefallen!

-Steve

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